FC Penzing – SV Bad Heilbrunn 0:2 (0:1)
28. Spieltag, 05.05.2019
Der FC Penzing kämpfte zwar beherzt gegen den Tabellenführer und Aufsteiger Bad Heilbrunn, stand am Ende aber ohne Punkte da.
Der FC Penzing hat sein Heimspiel gegen Bad Heilbrunn mit 0:2 verloren. Trainer Roland Krötz war danach angefressen, aber nicht wegen der Leistung seiner Spieler. „Die Schiedsrichter hatten nicht ihren besten Tag. Erst verweigern sie uns einen aus meiner Sicht klaren Elfmeter, und dann wollten sie Maximilian Holdenrieder mit Gelb-Rot vom Platz schicken, obwohl er noch gar nicht Gelb gesehen hatte.“ Der Platzverweis wurde zurückgenommen. Den Elfmeter gab es aber nicht. Besonders bitter: Moritz Sedlmaier musste nach dem Foul im Strafraum (28.) auch noch verletzt ausgewechselt werden. Für ihn kam Philipp Haag. In der Szene zuvor hatte Sedlmaier den Ball an der Mittellinie erobert und dann Tempo aufgenommen. Zwei Heilbrunner verfolgten ihn. Einer habe den Mittelfeldspieler dann am Knöchel getroffen, berichtet Krötz. Damit war auch die Chance vertan, in der Partie in Führung zu gehen. „Das wäre natürlich für uns im Kampf um den Klassenerhalt sehr wichtig gewesen“, sagt der Trainer. Kurz darauf dann nutzten die Gäste ihre erste wirklich gute Chance und erzielten das 1:0.
Penzing spielte in der ersten Halbzeit noch etwas verhalten, änderte die Taktik nach der Pause aber, was sich zumindest bei den Spielanteilen bemerkbar machte und dazu führte, dass die Hausherren zu guten Chancen kamen. Allerdings sprang nichts Zählbares heraus, weil immer noch ein Heilbrunner klären konnte. Dass die Penzinger vollen Einsatz zeigten, ist auch daran zu sehen, dass das Team fünf Gelbe Karten in der Partie kassierte. Lange konnte der FCP die Partie offen halten, in der Nachspielzeit fiel dann allerdings die Entscheidung zum 2:0-Endstand.
Bericht von Bad Heilbrunn:
Die verdiente 1:0-Führung (26.) – Heilbrunn hatte die bessere Spielanlage, die Gastgeber machten allerdings in der zweiten Hälfte mächtig Druck – geriet durch ein paar ungewohnte Unkonzentriertheiten des HSV etwas ins Wackeln. Erst in der Nachspielzeit stellte Max Specker auf 2:0. „Die Tore fielen zur rechten Zeit“, meint Trainer Walter Lang. Und schon wieder hatte die Mannschaft Grund zum Feiern. „Es wurde eine lustige Heimfahrt“, bekannte der Heilbrunner Übungsleiter. „Aber das gehört dazu.“

Das wichtigste für ihn: Es hat sich niemand verletzt, auch wenn das Spiel in der zweiten Hälfte zunehmend hektisch wurde. „Penzing hat ums letzte Hemd gespielt. Die hätten unbedingt einen Sieg gebraucht, um im Rennen um die Nichtabstiegsplätze zu bleiben“, sagt Lang. Durch die 15. Niederlage rutschte die Mannschaft von Trainer Roland Krötz auf Abstiegsplatz 13 ab.
Die Begegnung begann standesgemäß mit Vorteilen für den Spitzenreiter. Die Gäste auf 1:0 legten vor, nachdem Kapitän Sebastian Mertens eine Flanke vor das FC-Tor gebracht und sich Thomas Schmöller im Luftkampf durchgesetzt hatte. Das 2:0 hätte das Spiel wohl etwas beruhigt – und hätte leicht fallen können: Der Heilbrunner Flügelflitzer Anton Krinner wurde im 16er „aus den Schuhen gehauen“, wie es Lang sagt. Doch statt Elfmeter zu pfeifen, „der nicht einmal die Gastgeber überrascht hätte“, entschied Schiedsrichter Daniel Uhrmann auf Vorteil. Der Ball wurde geklärt.
So kamen nach der Pause die Platzherren ins Spiel, warfen alles in die Waagschale, um die Hoffnung auf den dringend benötigten Sieg nicht zu verlieren. „Wir haben uns zwar keinesfalls herspielen lassen“, sagt Lang. „Aber bei 1:0 ist schnell etwas passiert, und wir haben uns durch riskante Querpässe und Unkonzentriertheiten manchmal selbst in Bedrängnis gebracht, etwas Massel gehabt, dass wir uns nicht doch noch den Ausgleich einfingen.“
Doch letztlich hielt Heilbrunn ausreichend dagegen, ließ keine zwingenden Chancen der Penzinger zu und kassierte erneut keinen Gegentreffer. Bei einem Konter über den eingewechselten Benedikt Specker machte der HSV alles klar. Sein Bruder Max Specker vollstreckte zum 2:0. 
Penzing spielte mit.
Gregor Ferdinand, Nichelmann Felix, Herl Fabian, Noder Josef, Müller Martin (46. Holdenrieder Maximilian), Sedlmaier Moritz (28. Haag Philipp), Osowski Daniel, Nichelmann Sebastian, Greubel Martin, Adam Maurus, Dietmaier Niclas.
Bad Heilbrunn spielte mit:
Hüttl Christoph, Schnitzelbaumer F. (66. Specker Benedikt), Pföderl Thomas (80. Schnitzlbaumer Franz), Kapfhammer Florian, Mertens Sebastian, Pappritz Anton, Specker Maximilian, Krinner Anton, Kiechle Johannes, Schmöller Thomas, Forster Thomas.
Tore:
0:1 Schmöller (28.)
0:2 Specker M. (90+2)
Gelbe Karte:
Nichelmann S., Nichelmann F., Dietmaier, Haag, Holdenrieder (Penzing)
Krinner, Schnitzelbaumer Franz (Bad Heilbrunn)
Zuschauer:
130
Schiedsrichter:
Uhrmann Daniel (Kaufbeuren) 1. Assi,: Börmann Sven , 2. Buhl Thomas.