3. Spieltag, 29.07.2017
FC Garmisch – FC Penzing 3:0 (1:0)
Penzing bekommt die raue Luft der Bezirksliga zu spüren!
Jetzt hat der Abstiegskampf für Penzing begonnen, so die Meinung einiger Penzinger Zuschauer. Zahlreiche Penzinger Schlachtenbummler fuhren zur Unterstützung der Mannschaft nach Garmisch und mussten zusehen, wie schwer es wird um in der Bezirksliga zu bestehen. Der Mitaufsteiger Garmisch präsentierte sich als ein Mitbewerber für den Aufstieg in die Landesliga. Sah es nach ca. 10 Min. noch so aus als könnte Penzing mithalten, wurde es deutlich, dass es an diesem Tag für Penzing nichts holen gibt. Garmisch war einfach die bessere Mannschaft, spielerisch konnte Penzing nicht mithalten, zu ballsicher agierten die Gastgeber. Auch verlor Penzing zuviel Zweikämpfe gegen die robusten Gastgeber im Mittelfeld. Durch Abspielfehler und unnötige Ballverluste brachte sich Penzing immer wieder selbst in große Schwierigkeiten. Josef Noder und Michael Freund hatten im Angriff  keine Unterstützung aus dem Mittelfeld und waren zu viel auf sich alleine gestellt, während Garmisch immer wieder auf der linken Angriffsseite durch Maximilian Berwein  gefährliche Angriffe startete. Im Mittelfeld konnte
Diaby Mouhammadou schalten und walten wie er wollte und brachte seine Mitspieler immer wieder in Position. Mit viel Mühe konnte Penzing einen frühen Rückstand verhindern und hatte durch Maxi Holdenrieder sogar eine gute Gelegenheit für ein Tor.
 In der 2. Min. gab es nach einem Foul an Maxi Holdenrieder Freistoß für Penzing aus 18 Meter, doch Josef Noders Schuss wurde von der Abwehr blockiert. Drei Min. später foulte Michael Hasche Srdan Ivkovic und den fälligen Freistoss aus 16 Meter drosch Stefan Durr über den Kasten. Ab der 10. Min. häuften sich die Chancen für die Gastgeber, so in der 10 Min. als
Diaby Mouhammadou im Penzinger Strafraum zurücklegte auf Dominik Schubert und dieser aus aussichtsreicher Position den Ball über das Tor schoss. Wiederum eine Unsicherheit in der Penzinger Abwehr in der 13. Min., Stefan Durr scheitert an Tw Rummelsberger, der neben Jürgen Frei bester Penzinger war. Hätte Tw Rummelsberger nicht so einen Glanztag erwischt, wäre die Niederlage wesentlich höher ausgefallen. In der 23. MIn. hätte eigentlich der Führungstreffer für den Gastgeber fallen müssen, als sich der Garmischer Torjäger Srdan Ivkovic gegen drei Penzinger Abwehrspieler auf der linken Seite durch setzten konnte, doch dessen Schuss konnte Christof Dusch auf der Torlinie klären. In der 25. Min. gab es Freistoß für Penzing, ausgeführt von Jürgen Frei, auf Maxi Holdenrieder und Tw. Huber hatte viel Mühe, dessen Kopfball am Fünfereck zur Ecke abzuwehren. Maximilian Berwein scheitert in der 32. Min. alleine vor Tw Rummelsberger, nach einem langen Ball von Andreas Grasegger aus dem Mittelfeld, der prächtig reagierte in dieser Phase. Machtlos war er aber dann in der 41. Min. als Lucian Lazar gegen die schlecht postierte Abwehr einen Ball durchsteckte und Maximilian Berwein Tw. Rummersberger keine Abwehrmöglichkeit lies.
 Mit dem Wiederanpfiff zur 2. Hälfte drängte Garmisch energisch auf die Entscheidung und Penzing musste Schwertsarbeit leisten um einen höheren Rückstand zu vermeiden. Srdan Ivkovic setzte sich in der 48. Min. im Strafraum durch und Tw. Rummelsberger konnte sich erneut auszeichnen. Es rollte Angriff auf Angriff auf das Penzinger Tor, doch Tw Rummelsberger war ein sicherer Rückhalt in dieser Phase. In der 71. Min. war er aber machtlos, als Garmisch nach einem Einwurf, als Penzings Abwehr erneut patzte und Maximilian Berwein mit seinem 2. Treffer seine gute Leistung krönte. Fast im Gegenzug wäre Penzing der Anschlusstreffer gelungen, als der eingewechselte Zachary Ritvo nach einem Getümmel im Garmischer Strafraum aus 10 Meter zum Schuss kam und knapp am langen Pfosten vorbei schoss. In der 74. Min. rettete Jürgen Frei in letzter Sekunde vor dem einschussbereiten Jonas Poniewaz zur Ecke. Die endgültige Entscheidung für Garmisch fiel in der 83. Min. als Stefan Durr, wieder einmal nach einem katastrophalen Abwehrverhalten, den Querpass von Srdan Ivkovic zum 3:0 nützte. In der Schlussminute war es erneut Tw Rummelsberger mit einer Glanztat gegen Lucien Lazar, als er dessen Schuss zur Ecke abwehren konnte.
Fazit:
 Trotz dieser klaren Niederlage braucht die Penzinger junge Truppe “den Sand nicht in den Kopf zu stecken” (Aussage Lothar Matthäus) und kann am Freitag um 19:30 Uhr gegen Planegg diese Niederlage wieder wettmachen. Man sollte auch nicht vergessen, das es eine gewisse Zeit auch braucht um sich an Bezirksliga zu gewöhnen.
So sieht Garmisch das Spiel:
Der Saisonstart ist gelungen. Das steht nach dem glatten 3:0-Erfolg des 1. FC Garmisch-Partenkirchen gegen den FC Penzing fest. Anders als beim Auftakt gegen Anadolu war der Dreier diesmal zu keiner Zeit gefährdet. Die Stimmung passte. Wieder kamen mehr als 300 Zuschauer an den Gröben. Und zweifellos ist dem 1. FC Garmisch-Partenkirchen der Start nach dem 3:0 gegen den FC Penzing in die Bezirksliga gut gelungen. Viel wichtiger aber als diese Fakten: Die Verantwortlichen bleiben realistisch. Nach zwei Siegen von der Landesliga zu fabulieren, wäre irgendwie sinnfrei oder gar dämlich. „Es kommen noch ganz andere Mannschaften“, stellt Christoph Saller heraus. Der Trainer stapelt sogar richtig tief: „Jeder Sieg hilft uns, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben.“ Zurückhaltung ist im Gegensatz zu forschem Hochmut ganz sicher die sympathischere Herangehensweise für einen Neuling.
Losgelöst von all diesen Überlegungen haben die Fußballer vom Gröben allerdings bewiesen, warum sie von einigen Fachleuten tatsächlich auch zum Favoritenkreis gezählt werden. Die Spielzüge in der Partie gegen Mitaufsteiger Penzing waren zumeist durchdacht, die Raumaufteilung passte. Die Mannschaft findet sich offenbar mit jedem Spiel besser. Und: Sie steht hinten gut. Lediglich eine Tormöglichkeit pro Halbzeit gewährten die Garmisch-Partenkirchner ihrem Gast. Einmal spielte Keeper Hansi Huber mit einer guten Parade den Spielverderber, später blockten die FC-Kicker nach kurzer Irritation in der Abwehr den Ball noch vor der Torlinie. Penzing wartete natürlich nicht mit jenem fußballerischen Potenzial auf wie der FC Anadolu Bayern zum Saisonauftakt. Dennoch gelang es dem 1. FC – anders noch als in der Generalprobe gegen Ohlstadt – einen tief stehenden Gegner mit spielerischen Mitteln zu knacken. „Wir haben Penzing über 90 Minuten dominiert“, urteilt Saller. Zu Beginn sah das noch etwas bedächtig aus. Erst einmal galt es den doch unbekannten Kontrahenten zu erforschen. Doch schnell war klar, wer an diesem Nachmittag den Ton angeben würde. „Eine Offensive ist ausgeblieben“, kommentiert Saller den zaghaften Auftritt der Penzinger. Nach ersten guten Möglichkeiten von Maximilian Berwein, Srdjan Ivkovic und Markus Burkhardt war es schließlich Angreifer Berwein, der kurz vor der Pause das 1:0 besorgte. Der Oberauer ist mit seiner Geschwindigkeit ein Faustpfand für Bälle in die Schnittstelle der gegnerischen Viererkette. Diesmal kam das Zuspiel von Ionut Lazar. Die Hausherren hätten die Partie deutlich früher entscheiden können, als es schließlich der Fall war. Ivkovic, dann Andreas Grasegger sowie der eingewechselte Jonas Poniewaz standen kurz vor dem 2:0. Dass sie nicht vollstreckten, war für Saller noch kein Kritikpunkt. Für ihn sei der Ausbau der Führung angesichts des ziemlich einseitigen Verlaufs lediglich „eine Frage der Zeit“ gewesen. Und damit lag er richtig: Durr legte für Berwein auf, der seinen Doppelpack perfekt machte. Und als Regisseur Durr selbst in der Schlussphase aus dem Gewühl im Strafraum heraus das 3:0 markierte, war klar, dass der 1. FC Garmisch-Partenkirchen kommenden Sonntag mit blütenweißer Weste nach München Sendling zum FC Hertha fährt.
Penzing spielte mit:
 Rummelsberger Matthias, Dietmaier Niklas, Nichelmann Felix, Frei Jürgen, Malicki Kristofer (54. Ritvo Zachary), Hasche Michael, Freund Michael (74. Osowski Daniel), Noder Josef, Dusch Christof, Haag Philipp (58. Lutz Fabian), Holdenrieder Maximilian.

Garmisch spielte mit:
 Huber Hans-Georg, Körner Maximilian, Lazar Lucien, Burkhardt Markus (57. Poniewaz Jonas), Berwein Maximilian (83. Kautecky Stefan), Grasegger Andreas. Diaby Mouhammadou, Durr Stefan, Scheck Florian, Ivkovic Srdan (86. Schwinghammer M.), Schubert Dominik.
 Tore:
 1:0 Berwein (41.)

 2:0 Berwein (71.)
 3:0 Durr (83.)
 gelbe Karte:
 Frei, Holdenrieder (Penzing)
 Fehlanzeige (Garmisch)
 Zuschauer:
 300
 Schiedsrichter:
 Fridolin Angerer (Böbing); 1. Assi: Sarah Hofmann; 2. Assi: Lukas Wexenberger