7. Spieltag, 26.08.17, 14:00 Uhr  
FC Penzberg  –  FC Penzing   3:0 (1:0)
        
Mit den Auswärtsspielen hat der Bezirksliga-Aufsteiger FC Penzing noch so seine Problem: Während die Mannschaft von Roland Krötz beide Heimspiele bislang gewonnen hat, setzte es auswärts wieder eine Niederlage. Mit 0:3 mussten sich die Penzinger beim FC Penzberg geschlagen geben. Eigentlich, so Krötz, ist die Niederlage zu hoch ausgefallen, denn spielerisch konnte seine Mannschaft gut mithalten. „Aber in manchen Situationen im Strafraum fehlt uns noch die Cleverness“, sagt der FCP-Coach.
So auch in der 17. Minute in Penzberg. Nach einem Foul im Strafraum versenkten die Gastgeber den Elfmeter zur Führung. „Bei der Hitze ist es ganz schwer, einem Rückstand hinterherzulaufen“, blickt Krötz zurück. Was die Sache nicht einfacher machte war, dass er auf Marco Leszczynski und Philipp Haag krankheitsbedingt verzichten musste, außerdem waren Felix Nichelmann und Michael Freund angeschlagen ins Spiel gegangen.
Trotzdem hielt sein Team gut mit – bis zum 2:0 nach einer Stunde. „Nach einem Freistoß passte die Zuordnung nicht“, beschreibt Krötz das Gegentor – und damit war die Partie eigentlich entschieden, denn in der Schlussphase brachten die Penzinger den letzten Pass einfach nicht mehr an den Mann. Der letzte Treffer für die Gastgeber war nur mehr für die Statistik.
Auch wenn man es mit dem aktuell Tabellenzweiten zu tun hatte: „Da wäre für uns mehr drin gewesen“, trauert der Coach den vergebenen Punkten nach. „Momentan können wir den Schalter auswärts nicht umlegen“, sagt Krötz – an dem Bus, der auch diesmal eingesetzt wurde, und in dem die Fans mitfuhren „will ich es nicht festmachen“, meint er mit einem Schmunzeln.
Derzeit befinden sich die Penzinger in einem Wechselbad der Gefühle: Zu Hause top – auswärts Flop. Gut, dass am Sonntag wieder ein Heimspiel ansteht. (mm)

Bericht von Penzberg:
Trotz Heimsieg: Penzberg-Coach Donbeck unzufrieden.
Von wegen eitel Sonnenschein. Penzbergs Coach Donbeck erzürnt nach 3:0-Heimsieg gegen Penzing das überhebliche Auftreten seiner Mannschaft. 
Zu Hause die weiße Weste verteidigt, zum ersten Mal in dieser Saison zu Null gespielt und dann auch noch in der Tabelle auf Platz zwei gesprungen. Beim FC Penzberg gab’s nach dem 3:0 (1:0)-Heimerfolg gegen Aufsteiger FC Penzing jede Menge gute Nachrichten. Und dennoch herrschte bei den Gastgebern alles andere als eitel Sonnenschein. „Ich weiß nicht, ob ich mich über den Dreier freuen oder über das zum Teil überhebliche Spiel meiner Mannschaft ärgern soll“, war FCP-Coach Wiggerl Donbeck hin- und hergerissen. „Das Ergebnis geht in Ordnung, aber ich erwarte, dass die Aktionen sauber zu Ende gespielt werden und nicht Hacke-Spitze-eins-zwei-drei“, grummelte Donbeck, nachdem es seine Mannschaft gegen den Neuling aus dem Landkreis Landsberg lange Zeit unnötig spannend gemacht hatte. Allein in der ersten Hälfte habe seine Elf „vier Tausendprozenter ausgelassen“, schimpfte Penzbergs Trainer.
Der engagierte Christos Tsigouriotis vergab in der Anfangsphase gleich einmal zwei gute Gelegenheiten (4., 13.). Dazwischen meldete sich auch Penzings Torjäger Sepp Noder kurz zu Wort (11.). Kurz danach hatten die Penzberger Fans schon den Torjubel auf den Lippen, als Martin Leiß nach einem genauen Pass in die Schnittstelle der Penzinger Abwehr allein auf Gästekeeper Matthias Rummelsberger zustrebte. Der Landesliga-erfahrene Schlussmann machte diese Chance jedoch zunichte (15.). Auch danach machte Penzberg Druck, fast im Minutentakt hatten die Penzinger brenzlige Situationen zu überstehen. Tsigouriotis (16.) versuchte in aussichtsreicher Position ein Zuspiel auf Leiß anstatt selbst abzuschließen. Gleich danach brachte Gästekapitän Kristofer Malicki Leiß im Strafraum zu Fall. Den anschließenden Elfmeter versenkte Maximilian Kalus zum 1:0 (17.). Der Penzberger Kapitän hat nunmehr wie Penzings Noder sechs Treffer auf seinem Konto. Kurz vor der Trinkpause scheiterte dann nochmals Tsigouriotis mit seinem Schuss an Rummelsberger (25.). In der Folge lief es bei den Hausherren aber nicht mehr rund. „Weil wir zu viel Klein-Klein gespielt haben“, so Donbeck.
Entsprechend ungehalten zeigte er sich in der Kabine. „Da musste ich laut werden“, gestand der FCP-Coach. Seine Worte zeigten zunächst aber keine Wirkung, da Penzing nach der Pause mächtig auf den Ausgleich drängte. Ein Glück für Penzberg, dass Gäste-Torjäger Noder zwei gute Möglichkeiten vergab (50., 51.). Nach einer Stunde befreiten sich die Hausherren vom Druck des Gegners. Prompt köpfte Berat Saiti eine Freistoßflanke von Tasso Fytanidis zum 2:0 ein (59.). Johannes Huber scheiterte dann mit einem Konter an Keeper Rummelsberger (66.). Konsequenter im Abschluss war da Fytanidis, der nach einem abgewehrten Freistoß nachsetzte und mit einem sehenswerten Drehschuss das 3:0 und damit die Entscheidung markierte (72.). Die Partie endete, wie sie begonnen hatte: mit einer ausgelassenen Großchance für Penzberg. Diesmal war es Denny Krämer, der vergab (89.).

Penzing spielte mit:
Rummelsberger Matthias, Osowski Daniel, Nichelmann Felix, Herl Fabian (68. Ritvo Zachary), Malicki Kristofer, Hasche MIchael, Noder Josef, Dusch Christof (78. Dietmaier Niclas), Freund Michael, Holdenrieder Maximilian, Lutz Fabian (63. Adam Maurus). 
Penzberg spielte mit:
Salcher David, Wiedenhofer Christian, Huber Johannes, Fytanidis Anastasios, Saiti Berat, Verep Fazlican (82. Saiti Jaser), Kalus Maximilian, Tsigouriotis Christos (78. Krämer Denny), Hiry Marco, Leiß Martin (68. Kühberger Dominik), Siegert Josef.
Tore:
1:0 Kalus (17.) Strafstoßtor
2:0 Saiti Berat (59.)
3:0 Fytanidis (72.)
gelbe Karte
Malicki, Dusch, Holdenrieder (Penzing)
Huber, Fytanidis, Saiti Berat, Kalus (Penzberg)
Zuschauer:
100
Schiedsrichter:
Alexander Meier; 1. Assi: Alexander Schmid; 2. Assi: Edis Bender