18. Spieltag, 05.11.2017, Beginn 14:30 Uhr
FC Penzing – 1.FC Garmisch-P. 1:1 (0:1)
Penzing beißt sich die Zähne aus.
In Überzahl reicht es gegen Garmisch nur zu einem Punkt.
86 Minuten lang war der FC Penzing gegen den Tabellenzweiten Garmisch-Partenkirchen in Überzahl. Doch zu einem Sieg sollte es gegen den Tabellenzweiten Garmisch-Partenkirchen nicht reichen. In einem von Beginn an kampfbetonten Spiel verpasste es Penzing gegen einen stark dezimierten Gegner drei Punkte einzufahren. Bereits in der 3. Minute schwächten sich die Gäste durch eine Rote Karte. Vorausgegangen war eine Notbremse von Kapitän Florian Scheck kurz vor dem Strafraum. Der nachfolgende Freistoß von Josef Noder strich hauchdünn über das Kreuzeck. Danach hatte Penzing mehr Ballbesitz. Ein Konter in der 24. Minute über die rechte Seite der Gastgeber führte zur überraschenden Führung der Garmischer durch Srdan Ivkovic. Zehn Minuten später musste der agile Außenverteidiger Philipp Haag verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Penzing dominierte dennoch, ohne aber torgefährlich zu werden. Zu selten brachte man die gute Gästeabwehr in Verlegenheit. Nach der Pause rannte Penzing gegen ein massives Abwehrbollwerk an. Garmischblieb durch schnelle Vorstöße immer gefährlich.
In der 64. Minute fiel der verdiente Ausgleich durch Michael Hasche, der eine scharfe Hereingabe zum Ausgleich verwertete. Die Gäste schwächten sich in der 72. Min. vor Schluss erneut – diesmal durch eine Gelb-Rote Karte für Loshi Valmir.
Penzing war dennoch nicht in der Lage, die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste niederzuringen. Am Ende stand ein Punktgewinn, mit dem die Anhänger der Schwarz-Blauen im Vorfeld nicht unbedingt gerechnet hatten. Ein Spiel steht für den FC Penzing vor der Winterpause noch auf dem Programm. Am Samstag geht es zum SV Planegg-Krailling, einem direkten Rivalen im Kampf um den Klassenerhalt in der Bezirksliga Oberbayern. (gemal)
Bericht von Garmisch:
1. FC Garmisch-Partenkirchen erreicht Unentschieden in Penzing – Coach Saller verbucht „einen Punkt für die Moral“
Penzing – Schmuddelwetter ist eine charmante Formulierung. Zuschauer wie Verantwortliche waren am Penzinger Sportplatz in dicke Jacken gepackt, den Reißverschluss bis zum Anschlag hochgezogen, sie trugen Kapuzen und Mützen. Es regnete, windete – ein ungemütlicher Nachmittag. Er passte zur Stimmung beim 1. FC Garmisch-Partenkirchen. Am Ende einer sportlich überaus erfolgreichen Vorrunde steht der kollektive Wunsch nach der dreieinhalbmonatigen Ruhephase. Gerade nach diesem turbulenten Spieltag, an dessen Ende Platzverweise und ein 1:1-Unentschieden zu Buche stehen.
Ein Blick auf die Aufstellung zeigt die Problematik. Maxi Berwein wird bis zum Winter geschont, Stefan Durr machte den Ausflug in den Landsberger Vorort zwar mit, stand auf dem Spielbericht. An einen Einsatz war aber nicht zu denken. Stattdessen wurden Maxi Schwinghammer, Aleksa Milivojevic und Matthias Riesch eingewechselt. Weitere Ausfälle sind da kaum zu verkraften. Doch sie kamen. Der erste schon nach vier Minuten. Der Schiedsrichter schickte Florian Scheck wegen angeblicher Notbremse gegen Sepp Noder vom Platz. Die Meinungen auf der Tribüne gingen auseinander, deckten sich aber tendenziell mit Christoph Sallers Urteil. „Eher nicht“, sagte der FC-Coach. Noder lief in Richtung Eckfahne, Scheck blieb stehen, ließ den Stürmer auflaufen. Scheck jedenfalls wusste nicht genau, wie ihm geschah, suchte hinterher das Gespräch mit dem Schiedsrichter. Fazit: unglückliche Entscheidung. Dadurch Unterzahl für den 1. FC über fast die gesamte Spieldauer. Dominik Schubert übernahm mit der Spielführerbinde die vakante Position als Innenverteidiger.
Dass der bereits verwarnte Valmir Loshi 20 Minuten vor Spielende mit der Gelb-Roten-Karte zum Duschen geschickt wurde, war indes eine Mischung aus Fehlentscheidung und Dummheit. Loshis erstes Foul führte berechtigt zur Verwarnung, drei Minuten später lag der Unparteiische falsch. „Einer der schönsten Zweikämpfe des Spiels“, fand jedenfalls Saller. Das aber ist nur der erste Teil der Platzverweis-Geschichte. Loshi war außer sich, wollte den Ball wegschlagen, zögerte – und kickte dann mit der Schuhspitze gegen die Kugel. Saller fand klare Worte für dieses Verhalten: „Das war Dummheit.“
Zu diesem Zeitpunkt aber stand das Resultat bereits fest. Der 1. FC holte sich nach knapp einer halben Stunde den Vorteil, Srdjan Ivkovic traf zum 1:0. Jonas Poniewaz hatte abgezogen, Penzings Schlussmann Dominik Forstner mit Bravour gehalten. Momo Diaby vergab nach einem Eckall später die dicke Chance auf das 2:0.
Penzing hatte Probleme mit der Überzahl und dem eigenen Offensivspiel, fand aber immerhin einmal die Lücke. Michael Hasche stocherte den Ball nach einer Hereingabe von der rechten Seite entschlossen, aber auch glücklich über die Torlinie. Anders als mit der Schiedsrichterleistung freundete sich Saller zumindest mit dem Teilerfolg an. „Ein Punkt für die Moral.“
Penzing spielte mit:
Forstner Dominik, Dietmaier Niklas, Nichelmann Felix, Frei Jürgen, Malicki Kristofer, Herl Fabian, Hasche Michael, Noder Josef, Dusch Christof, Haag Philipp (34. Osowski Daniel), Holdenrieder Maximilian.
Garmisch spielte mit:
 Schwinghammer Stefan, Valmir Loshi, Poniewaz Jonas (64. Schwinghammer Maximilian), Kautecky Stefan, Poplacean Sandu (32. Riesch Matthias), Diaby Mouhammadou, Mohr Johannes, Kewitz Oliver, Scheck Florian, Ivkovic Srdan (90. Milivojevic Aleksa), Schubert Dominik.
Tore:
0:1 Ivkovic (24.)
1:1 Hasche (64.)
gelbe Karte:
Frei, Herl, Hasche (Penzing)
Valmir, Schubert (Garmisch)
gelbe-rote Karte:
Valmir (Garmisch) Unsportlichkeit
rote Karte:
Scheck (Garmisch) Notbremse
Zuschauer:
150
Schiedsrichter:
Alexander Kneidl (Geisenfeld); 1. Assi: Fabian Anders ; 2. Assi: Moritz Kästle