9. Spieltag, 10.09.2017, Beginn 15:00 Uhr
FC Penzing – Hertha München 5:1 (2:1)
Der FC Penzing schießt sich gegen Hertha München den Frust vom Leib
Wieder steht es nach 90 Minuten 5:1 – aber diesmal für den FC Penzing. Nach der herben Niederlage unter der Woche gegen den SC Fürstenfeldbruck hat sich der FC Penzing in der Bezirksliga Süd eindrucksvoll zurückgemeldet: Mit einem 5:1-Sieg gegen den FC Hertha München. Zweimal Josef Noder, Marco Leszczynski, Maximilian Holdenrieder und Niclas Dietmair erzielten die Treffer für die Elf von Trainer Roland Krötz. Viel hatten sich die Penzinger für dieses Spiel vorgenommen, doch wieder gab es eine kalte Dusche, denn schon nach zehn Minuten gingen die Münchner in Führung, wenn auch aus stark abseitsverdächtiger Position, wie Peter Rief, Abteilungsleiter der Penzinger, meinte. Das musste erst mal verarbeitet werden. Und diesmal gelang es den Penzingern. Niclas Dietmair wurde in der 17. Minute im Strafraum gefoult, und Maximilian Holdenrieder verwandelte den Elfmeter zum Ausgleich. Erneut Dietmair sorgte dann nach gut einer halben Stunde für die 2:1-Führung – Penzing war wieder am Drücker. Die Partie war bis zur Pause ausgeglichen.
Den besseren Start in die zweite Halbzeit erwischten die Gäste und Penzing geriet stark unter Druck. Aber die Abwehr hielt diesmal – und mit Matthias Rummelsberger hatten die Gastgeber einen sicheren Schlussmann vorzuweisen. Langsam gelang es dem Aufsteiger, sich wieder öfter zu befreien, und dann ging es Schlag auf Schlag: Innerhalb von sieben Minuten sorgte Penzing für die Entscheidung: Josef Noder mit einem Doppelpack (75./79.) und dann Marco Leszczynski mit einem herrlichen Heber über den zu weit vor seinem Tor stehenden Münchner Keeper (82.) sorgten für den 5:1-Endstand.
„Das war die richtige Reaktion der Mannschaft“, sagt Peter Rief, der neben den Torschützen besonders Keeper Rummelsberger und Michael Freund mit sehr guten Leistungen heraushebt. „Damit haben wir aus den drei Heimspielen in Folge vier Punkte“, fasst Rief zusammen – nicht ganz das, was sich die Penzinger im Vorfeld gewünscht hatten, aber respektabel.
Bericht von Hertha München:
Hertha erreicht in Penzing ernüchternden Tiefpunkt der Saison.
Auch wenn das Ergebnis am Ende deutlich zu hoch ausfällt darf sich der FC Hertha nach desolaten Minuten zum Ende des Spiels nicht über eine weitere Niederlage wundern. Nachdem der Monat August für den FC Hertha alles andere als rund verlief zeigte man im letzten Heimspiel eigentlich wieder ansprechende Leistung. So machte auch der Beginn dieser Partie Hoffnung auf den nächsten Dreier. Hertha startete gut in die Partie, bekam viel Platz in der gegnerischen Hälfte und konnte sich viele Bälle erobern. Ein herrlich vorgetragener Angriff zum 1:0 war die logische Konsequenz. Szimhardt wurde nach schöner Passstafette freigespielt und schob sicher ein. Hertha war am Drücker und spielte auf das 2:0, Penzing wirkte in dieser Phase des Spiels stark verunsicherte.
Der Gastgeber agierte mit langen Bällen, als einer dieser Richtung Toraus segelte übersah Langer seinen Gegenspieler und rannte ihn ungestüm im Sechzehner um. Die Folge Elfmeter für Penzing. Holdenrieder verwandelte sicher und Penzing war plötzlich wieder im Spiel. Nun wirkte Hertha etwas verunsichert, das Spiel gestaltete sich aber weiterhin offen. In der 36 Minute dann ein Angriff über die linke Abwehrseite des FCH der Ball wurde in den Rücken der Abwehr gelegt, Dietmaier hatte weit und breit um sich keinen Gegenspieler und schoss zur 2:1 Führung für den FCP ein. Mit einem Rückstand ging es für den FC Hertha in die Pause.
Hertha merkte allerdings, dass diese Partie noch längst nicht verloren war, da man stets in der Lage war die Gäste in der Defensive vor Probleme zu stellen.
So drückte Hertha nach dem Wiederanpfiff auf den 2:2 Ausgleich. Dieser fiel auch in der 55. Minute nach einem Eckball, wurde aber zur Verwunderung der Herthaner wegen einem Foulspiel an anderer Stelle abgepfiffen. Als es dann in der 75. Minute zu einem Ballverlust im Mittelfeld kam schalteten die Gastgeber schnell um, mit einem schönen Pass in die Spitze wurde Noder freigespielt und konnte zum 3:1 einschieben. Hertha war geschockt und fand in den kommenden Minuten überhaupt nicht mehr ins Spiel. Haarsträubende Ballverluste im Mittelfeld und das schnelle Umschalten des FC Penzing führten zu den Treffer vier und fünf (79/82 Minute)
So ging das Spiel am Ende des Tages tatsächlich mit 5:1 verloren. So befindet sich Hertha momentan weiterhin in einer Krise, da man es nicht schafft über 90 Minuten an seine Leistungsgrenze zu kommen.
Penzing spielte mit:
Rummelsberger Matthias, Dietmaier Niclas (60. Ososwki), Kramer Thomas, Frei Jürgen, Malicki Kristofer, Hasche Michael (63. Herl Fabian), Leszczynski Marco (81. Lutz Fabian), Noder Josef, Dusch Christof, Freund Michael, Holdenrieder Maximilian.
Hertha München spielte mit:
Fikerieder Andreas, Pichler Ludwig (58. Fuirlong Conan), Maier Alexander, Schmitt Martin, Langer Tobias, Ivic Marko (58. Kellner Maximilian), Scheurer Yannik, Szimhardt Norbert, Öztürk Mahmut, Eichner Alexander, Karasavvidis G.
Tore:
0:1 Szimhardt (10.)
1:1 Holdenrieder (17.) Elfmeter
2:1 Dietmaier (36.)
3:1 Noder (75.)
4:1 Noder (79.)
5:1 Leszczynski (82.)
gelbe Karte:
Dietmaier, Osowski (Penzing)
Langer, Schmitt, Furlong, Scheurer (Hertha München)
Zuschauer:
120
Schiedsrichter:
Franz-Josef Möller (München); 1. Rupert Steininger; 2. Assi: Gentritt Isufi