Nachholspiel vom 2. Spieltag, 06.09.2017, Beginn 19:30 Uhr
FC Penzing – 1.SC Fürstenfeldbruck  1:5 (1:3)
Gegen Fürstenfeldbruck bringt der FC Penzing kein Bein auf den Boden. Zumindest konnte ein Debakel verhindert werden
Es dauerte keine Viertelstunde, da war das Spiel für den FC Penzing bereits gelaufen. Denn schon in der 13. erzielten die Gäste des SC Fürstenfeldbruck das 3:0. Über dem Waldstadion hingen gestern Abend dunkle Wolken – und für den Gastgeber wurde es ein rabenschwarzer Abend. Mit 1:5 musste sich die Mannschaft von Roland Kötz geschlagen geben und das dann auch absolut verdient.
Fürstenfeldbruck zeigte sich in allen Belangen überlegen – für die Penzinger wurde es eine Lehrstunde. Immerhin: Die Krötz-Elf kämpfte bis zum Schluss, und gab sich nicht auf. Einen schlechteren Start hätten die Gastgeber kaum erwischen können. Bereits in der 5. Minute flog ein Freistoß von Nickoy Ricter durch den Strafraum vorbei an Freund und Feind – und auch an FCP-Keeper Matthias Rummelsberger zum 1:0 ins Tor. Ein ganz unglücklicher Gegentreffer, der die Heimelf wohl noch beschäftigte, als nur zwei Minuten später das 2:0 fiel: Ein schneller Konter wurde konsequent zu Ende gespielt, für Ivan Crnac fühlte sich niemand zuständig und der nahm die Chance dankend an. Als dann auch noch in der 13. das 3:0 erneut durch Ricter fiel, schien sich ein Debakel für die Penzinger anzudeuten.
Doch diese bäumten sich auf und in der 20. verkürzte Niclas Dietmair auf 1:3 – Hoffnung keimte auf, da Penzing
in der 29. Min. schon die nächste gute Chance hatte, doch Josef Noder brachte den Ball nicht unter Kontrolle. Im Gegenzug brannte es aber wieder vor dem Penzinger Tor und Rummelsberger konnte sich auszeichnen. Roland Krötz wechselte Jürgen Frei in die 4er-Kette ein und sorgte damit für etwas mehr Stabilität. Penzing hatte vor der Pause noch die Chance zum 2:3, doch der Querpass von Michael Freund kam zu scharf – Noder verpasste. In der zweiten Hälfte lief bei den Penzingern nicht mehr viel zusammen. Krötz hatte zwar umgestellt und brachte dann auch Marco Leszczynski und Thomas Kramer, doch die Gäste lieferten eine souveräne Leistung ab. In der 52. Min. sorgte das 4:1 für die Vorentscheidung, nach dem 5:1 in der 73. Min.konnte es für die Penzinger nur mehr darum gehen, keine Klatsche zu kassieren. Fürstenfeldbruck war schneller auf den Beinen, ballsicherer und kombinierte gefällig. Vor allem zeichneten sich die Gäste aber dadurch aus, dass sie geradlinig den Abschluss suchten und die Chancen auch nutzten.
Jetzt heißt es für Penzing abhaken und nach vorne schauen: Am Sonntag steht das nächste Heimspiel gegen Herta München an. (Margit Messelhäuser)
Bericht von Fürstenfeldbruck:
Fürstenfeldbruck – Nach dem hohen 5:3-Sieg des SC Fürstenfeldbruck in Aubing vom Sonntag hat der SC Fürstenfeldbruck beim Nachholtermin in Penzing nachgelegt. Mit einem auch in der Höhe verdienten 5:1 machte die Elf von Trainer Michael Westermair beim Aufsteiger, machte weiteren Boden gut und sprang auf den achten Tabellenplatz vor.
Jetzt noch ein Sieg am Sonntag gegen die Münchner Herakles-Griechen, dann sind die Kreisstädter endgültig raus aus der Abstiegszone und dürfen sogar den Blick in Richtung oberes Tabellendrittel richten. Erneut gelang in Penzing ein Auftakt nach Maß. Wie schon in Aubing legte der SCF innerhalb der ersten sieben Minuten zwei Treffer vor. Zunächst erzielte Nickoy Ricter mit einem Freistoß die Führung, dann erhöhte Ivan Crnac auf 2:0. Beim 1:0 unterlief Penzings Keeper Matthias Rummelsberger – einst in Diensten des SCF und des SC Oberweikertshofen – ein krasser Schnitzer. Die Aufsteiger aus Penzing wussten gar nicht, wie ihnen geschah, als Ricter bereits nach 13 Minuten auf 3:0 erhöhte. Doch die Gastgeber gaben sich längst noch nicht auf, zumal Bruck einen Gang zurückschaltete. Prompt verkürzte der Aufsteiger auf 1:3. Nach einer halben Stunde hatte der glänzend aufgelegte Ricter die Vorentscheidung auf dem Fuß, scheiterte aber an Rummelsberger. Glück für Bruck kurz nach dem Wiederanpfiff, als Penzings Torjäger Josef Noder auf 2:3 verkürzen konnte, die Assistentin an der Außenlinie aber die Fahne oben hatte und auf Abseits entschied. Dafür jubelten kurz darauf die Brucker, nachdem der wie entfesselt aufspielende Ricter das 4:1 erzielt hatte. Als nach 73 Minuten „Matze“ Streun den fünften Treffer erzielte, verließen die ersten Penzinger Fans das Stadion. Die Westermair-Elf diktierte in der Schlussviertelstunde das Spiel nach Belieben. Torwart Maxi Knobling war so gut wie beschäftigungslos. Und fast wäre dem eingewechselten Ilija Sivonjic wenige Minuten vor Schluss mit einem Freistoß sogar noch das 6:1 gelungen

Penzing spielte mit:
Rummelsberger Matthias, Dietmaier Niklas, Osowski Daniel (52. Leszczynski Marco), Nichelmann Felix (55. Kramer Thomas), Malicki Kristofer, Hasche Michael, Noder Josef, Freund Michael, Haag Philipp (31. Frei Jürgen), Holdenrieder Maximilian, Adam Maurus.
Fürstenfeldbruck spielte mit:
Knobling Maximilian., Schöler Tobias, Paluca Kristian, Ranftl Sebastian, Streun Matthias, Ricter Nickoy (Rexhepi Shpiprim), Alkan Ugur (66. Sivonijic Illja), Cmac Ivan (58. Mladar Tamas), Konrad Marcel, Demmler Yannick, Pudic Karlo.
 Tore:
 0:Ricter (4.)
 0:2 Cmak (7.)
 0:3 (Ricter (13.)
 1:3 Dietmaier (20.)
 1:4 Ricter (52.)
 1:5 Streun (73.
 gelbe Karte:
 Nichelmann, Hasche, Leszczynski, Frei (Penzing)
 Pudic  (Fürstenfeldbruck)
 Zuschauer:
 175
 Schiedsrichter:
 Erkan Cerkez (Murnau); 1. Bartl Matthias; 2. Fichtl Ariane