FC Penzing 0:1 – VfL Denklingen 2:3 (1:3)
17. Spieltag, 04.04.2019 (Nachholspiel)
Das Schlusslicht setzt sich im Derby durch. Der Gastgeber bleibt Vorletzter
Denklingen ist die Revanche gelungen. Mit 3:2 hat sich das Schlusslicht der Bezirksliga Oberbayern in Penzing durchgesetzt und die Gastgeber damit tief in den Abstiegsstrudel hineingezogen. Das Problem der Penzinger war die Chancenverwertung. Die Mannschaft von Roland Krötz begann hervorragend und dominierte das Spiel in den ersten 15 Minuten. Allerdings ohne daraus Profit zu schlagen, und das rächte sich. In der 28. Minute war die FCP-Abwehr zu spät – Elfmeter für Denklingen und diese Chance ließ sich Moritz Hemkendreis nicht nehmen.
Noch hatte der Gastgeber den Rückschlag nicht verdaut, da klingelte es bereits wieder, diesmal traf Adrian Anisits für die Gäste (33.). Denklingen nutzte seine Chancen eiskalt aus. Dann aber kamen auch die Gastgeber wieder zu ihren Chancen und Josef Noder verkürzte in der 41. Minute auf 1:2. Eigentlich wären die Penzinger damit wieder im Rennen gewesen, hätte nicht Andreas Schiessl mit dem Pausenpfiff auf 3:1 für die Gäste gestellt.
Die zweite Halbzeit wurde zu einem Sturmlauf der Penzinger – allerdings versuchte man es zu oft mit langen Bällen und da hatte die Denklinger Abwehr keine Probleme. Bessere Chancen hatten die Gastgeber, wenn sie sich in den Strafraum kombinierten und so gelang Josef Noder in der 52. Minute dann auch der erneute Abschluss zum 2:3. Eigentlich noch genug Zeit für die Elf von Roland Krötz, um zumindest zum Ausgleich zu kommen, doch an diesem Abend wollte kein weiterer Treffer mehr fallen. Denklingen setzte aus einer sicheren Defensive auf Konter, die immer wieder für Gefahr sorgten, aber es blieb beim 3:2-Sieg für den VfL.
Sieben Punkte fehlen Denklingen damit zum Relegationsplatz, allerdings sind die Gäste von Phönix München am kommenden Sonntag die einzige Mannschaft aus dem unteren Tabellenbereich, danach geht es für Stephan Egner und sein Team gegen Vereine aus den oberen Regionen.
Ein Punkt fehlt den Penzingern als Vorletzte zum direkten Klassenerhalt beziehungsweise Relegationsplatz. Mit München Laim und ebenfalls Phönix München haben sie an den kommenden beiden Spieltagen noch zwei direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt vor der Brust. Da könnte die Vorentscheidung fallen. (gema/mm)
Bericht von Denklingen – Das Lachen kehrte am Mittwochabend in die Gesichter der Spieler zurück. Mit 3:2 (3:1) gewann der VfL Denklingen beim Vorletzten, FC Penzing, und sammelte damit die ersten Punkte im Jahr 2019. An der Tabellensituation ändert das zunächst nichts. Die Denklinger bleiben weiterhin Letzter in der Bezirksliga. Für das angeschlagene Denklinger Fußballergemüt war es dennoch ein schöner Erfolg.
„Das wird allen nochmal einen Schub geben“, sagt Andreas Rehm, Co-Trainer beim VfL Denklingen. „Wir geben uns nicht auf und werden alles geben.“ Dabei mussten die Denklinger in den vergangenen Wochen einen sportlichen Rückschlag nach dem anderen verkraften. Erst verloren sie mit 0:5 gegen den FC Penzberg, danach setzte es zwei Niederlagen gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. Sowohl gegen Fürstenfeldbruck (0:1) als auch gegen Laim (1:2) waren die Denklinger nah dran am Punktgewinn und unterlagen doch.
Anders am Mittwochabend, als das Nachholspiel vom 17. Spieltag stattfand. Die Bedeutung der Partie war groß, punkten für die beiden Kellerkinder Pflicht. Die Anfangsphase gehörte den Penzingern. „Wir sind nicht gut reingekommen“, berichtet Rehm. Erst nach einer guten Viertelstunde wurden die Denklinger besser. Anders als in den Spielen zuvor belohnten sie sich dafür schon in der ersten Halbzeit. Nach einem steilen Pass in die Spitze wurde Adrian Anisits im Strafraum zu Fall gebracht. Vor 188 Zuschauern entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter. Moritz Hemkendreis versenkte sicher und brachte Denklingen in Führung. Danach ging es Schlag auf Schlag weiter. Nach einem schnellen Angriff über außen setzte sich Anisits stark im Eins-gegen-Eins durch und schloss zur 2:0-Führung ab. „In der Phase waren wir tonangebend“, sagt Rehm. Dennoch fiel in der 41. Spielminute der Anschlusstreffer für Penzing durch ihren Topstürmer Josef Noder. „Das hat uns nicht weiter beeinträchtigt“, so der Co-Trainer. Noch vor der Pause stellten die Denklinger den alten Vorsprung wieder her. Nach einem schnellen Ball aus dem Mittelfeld in die Spitze schob Andreas Schiessl selbigen zum 3:1 ins Eck. „Das war Gold wert“, sagt Rehm.
Am Ende das Glück auf ihrer Seite
Nach dem Seitenwechsel dauerte es nicht lang und Noder gelang mit seinem zehnten Saisontreffer der neuerliche Anschluss. Penzing war nun klar spielbestimmend. „Sie haben bis zum Schluss auf den Ausgleich gedrängt“, erzählt Rehm. Denklingen stand tief und lauerte auf Konter. „Drei, vier Möglichkeiten haben wir schlecht ausgespielt“, sagt er. Dadurch blieb es bis zum Schluss spannend. Doch am Mittwochabend hatten die Denklinger das Glück auf ihrer Seite. Sie brachten die Führung über die Zeit und hatten anschließend Grund zur Freude.
Penzing spielte mit:
Teufl David, Nichelamnn Felix, Noder Josef, Müller Martin, Haag Philipp, Osowski Daniel, Nichelmann Sebastian, Greubel Martin, Adam Maurus (71. Mbaye Mass), Dietmaier Niclas, Kramer Thomas (79. Herl Fabian).
Denklingen spielte mit:
Seifert Manuel, Kirchbichler Ludwig, Hemkendreis Moritz, Anistis Adrian, Rambach Hannes, Greif Johannes, Schiessl Andreas, Sporer Armin, Scgelkle Tobias, Waibl Manuel, Ried Tim.
Tore:
0:1 Hemkendreis (28.) Foulelfmeter
0:2 Anisits (33.)
1:2 Noder (41.)
1:3 Schiessl (44.)
2:2 Noder (52.)
Gelbe Karte:
Nichelmann F., Müller, Osowski (Penzing)
Hemkendreis (Denklingen)
Zuschauer:
200
Schiedsrichter:
Benjamin Sölch (Eichenau), 1. Assi,: Florian Rother, 2. Assi,: Deniz Ciftci.