12.. Spieltag, .23.10.2016, Beginn 15:00 Uhr  
VfL Denklingen  –  FC Penzing   0:1 (0:0)  
Penzing spielte mit:

Forstner Dominik, Nichelmann Felix, Malicki Kristofer, Harl Fabian, Leszczynski Marco (87. Frei Jürgen), Noder Josef, Dusch Christof, Sedlmaier Moritz, Haag Philipp (86. Plöhn Patrick), Holdenrieder Maximilian, Dietmaier Niklas. 
Denklingen spielte mit:
Seifert Manuel, Kirchbichler Ludwig, Ried Tobias, Schilcher Stephan, Rambach Hannes, Ried Simon, Schiessl Andreas (61. Sporer Christopher), Maas Benjamin (27. Stahl Tobias), Ried Tim, Schelkle Tobias, Waibl Manuel.
Tor:
0:1 Noder (65.)
gelbe Karte:
Nichelmann, Dietmaier (Penzing)
KIrchbichler, Ried (Denklingen)
rote Karte:
Rambach (Denklingen) 12. Min. wegen Foulspiel
Waibl (Denklingen) 65. Min. grobe Unsportlichkeit
Zuschauer:
150
Schiedsrichter:
David Feistauer (Bad Tölz)

Penzing mit viel Mühe gegen demizierte Denklinger  !
Im Kreisliga-Derby gegen Denklingen kann sich der Spitzenreiter nur mit Müh und Not durchsetzen.
In einem hitzigen und teilweise überhart geführten Landkreisderby gewann der FC Penzing beim VfL Denklingen  mit 1:0. Durch diesen siebten Auswärtssieg in Folge konnte der FCP seine Tabellenführung auf sechs Punkte ausbauen, Denklingen bleibt nach dieser Niederlage im Mittelfeld stecken. Nach anfänglichem Abtasten gab es in der 12. Minute dann den ersten großen Aufreger: Nach einem Ballverlust der Heimelf im Mittelfeld reagierte Felix Nichelmann am schnellsten und spielte einen klasse Pass auf Torjäger Josef Noder. Dieser konnte von VfL-Verteidiger Hannes Rambach nur durch ein Foul gestoppt werden. Der nicht immer sicher wirkende Schiedsrichter David Feistauer (Bad Tölz) sah Rambach in dieser Situation als letzten Mann und schickte ihn mit einer Roten Karte in die Kabine.
Penzings Coach Jürgen Lugmaier stellte daraufhin auf eine Dreierkette um und kurz danach hatte FCP- Außenbahnspieler Christof Dusch die Führung auf dem Fuß, er scheiterte aber nach einer Flanke von Marco Leszczynski freistehend am hervorragend reagierenden VfL-Keeper Manuel Seifert (19.). Die Heimelf hielt mit viel Kampf dagegen, konnte sich aber in Unterzahl kaum Chancen erarbeiten. In der 33. Minute dann wieder eine gute Gelegenheit für Penzing. Moritz Sedlmaier brachte aber einen Kopfball nach Ecke von Felix Nichelmann aus fünf Metern nicht im VfL-Kasten unter. Eine weitere Chance für die Gäste gab es durch Josef Noder, er scheiterte aber ebenfalls am Denklinger Keeper (42.). Die letzte Chance vor der Pause hatte Denklingens eingewechselter Tobias Stahl nach einem Eckball von Simon Ried, der Winkel war aber zu spitz, um FCP-Keeper Dominik Forstner zu überwinden. So wurden mit dem torlosen Unentschieden die Seiten gewechselt.
Die ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit waren spielerisch nach Meinung eines Zuschauers „zum Abgewöhnen“. Penzing versuchte zwar Druck aufzubauen, eine Überzahl war aber nicht zu erkennen und man war viel zu einfallslos, um eine gut stehende Denklinger Defensive in Verlegenheit bringen zu können. Dann in der 65. Minute ein Freistoß für die Gäste: Nach einer langen Flanke in den VfL-Strafraum und einem Abpraller reagierte FCP-Torjäger Josef Noder am schnellsten und jagte den Ball aus zehn Metern zum 1:0 in die Maschen. Beim anschließenden Torjubel der Gäste ließ sich Denklingens Manuel Waibl zu einer Unbeherrschtheit hinreißen und wurde daraufhin zu Recht mit Rot vom Platz gestellt. Wer aber meinte, das Spiel wäre gelaufen, wurde eines Besseren belehrt. Penzing verstand es nicht, sich mit nun zwei Spielern mehr in den verbleibenden 25 Minuten eine einzige Torchance zu erarbeiten. Im Gegenteil: Nach einem kapitalen Fehler von Penzings Verteidiger Kristofer Malicki tauchte plötzlich der eingewechselte VfL-Stürmer Christopher Sporer allein vor dem Tor auf, doch Keeper Dominik Forstner bewahrte seine Elf vor einer Blamage (71.). Auch die letzte Chance des Spiels hatte die nie aufgebende Heimelf, der Schuss von Andreas Schiessl aus gut 25 Metern fand aber nicht das Ziel (87.).
Kurz danach war Schluss und keiner der beiden Trainer wollte – wohl aus unterschiedlichen Gründen – einen Kommentar abgeben. (Bericht Landsberger Tagblatt-Bernhard Munz)
Eigener Bericht von Denklingen:
Keine leichte Aufgabe hatten am Sonntagnachmittag die Fußballer des VfL Denklingen vor sich: Das Team von Joachim Ried hatte schließlich den Tabellenführer Penzing zu Gast. Und den wollten die zuletzt leicht kriselnden Denklinger unbedingt ärgern.
Und das ist den Denklingern auch gelungen, schließlich stand die Partie lange Zeit torlos unentschieden. Und das angesichts der Tatsache, dass die Gastgeber ab der zehnten Minute in Unterzahl waren: Hannes Rambach hatte nach einer Rettungsaktion gegen Penzings Stürmer Josef Noder, der dabei zu Fall kam, rot gesehen. „Das war ein ganz normaler Körperkontakt“, ärgerte sich VfL-Trainer Ried über die Schiedsrichter-Entscheidung. Zumal Penzing sich nicht wirklich wie ein Tabellenführer präsentierte, sich laut Ried nur die Bälle in der eigenen Hälfte zuschob, und sein Team trotz Unterzahl mindestens gleichwertig war. „Wir waren vor allem mit unseren schnellen Kontern sehr gefährlich, haben aber leider die Tore nicht gemacht“, bilanziert Ried. Und so ging es torlos in die Pause.
Aus der kam der VfL unverändert druckvoll trotz Unterzahl. „Was meine Mannschaft kämpferisch und läuferisch geleistet hat, war Klasse“, so Ried. Weniger Klasse war, was dann in der 65. Minute passierte: „Nach einem Foul an unserem Spieler im, eigenen Strafraum bekommen wir den Ball nicht weg, und Josef Noder steht goldrichtig und macht das Ding rein“, sagt ein zerknirschter Denklinger Trainer Ried, der sich an dieser Stelle einen Freistoß für seine Mannschaft anstatt des Gegentores gewünscht hätte (65.)
Im Gegenzug hat VfL-Spieler Christopher Sporer die Chance zum Ausgleich, läuft nach einem Fehler in Penzings Hintermannschaft alleine auf den Keeper zu, kann den Ball aber nicht im Tor unterbringen. Negativer Höhepunkt ist wenig später die rote Karte für Denklingens Manuel Waibl, der den Ball vollkommen grundlos in Richtung Penzinger Ersatzbank donnert. „Eine dumme Undiszipliniertheit“, so Ried.